Wie bekomme ich einen Hausnotruf?

Mehr Sicherheit im Alter durch Hausnotruf

Bei objektiver Betrachtung der eigenen Situation muss jeder Mensch sich selbst eingestehen, dass er einem ständigen Alterungsprozess unterliegt, der seine körperliche und geistige Kraft stetig verringert. Dies macht sich in besonderer Weise im fortgeschrittenen Alter zusehends bemerkbar. Darum ist es nur angebracht und folgerichtig, wenn sich der betroffene Personenkreis adäquate Hilfe durch die moderne Technik eines Hausnotrufs sichert.

Der Pflegegrad als wichtiges Kriterium bei Einrichtung eines Hausnotrufs

Wenn Sie einen Hausnotruf beantragen wollen, wird sich die Frage nach Ihrem vorliegenden Pflegegrad ergeben.

Es gibt folgende 5 Pflegegrade:

  • Pflegegrad 1
    Es liegen geringe Beeinträchtigungen vor.
     
  • Pflegegrad 2
    Die Beeinträchtigungen sind erheblich.
     
  • Pflegegrad 3
    Der Betroffene hat schwere Beeinträchtigungen.
     
  • Pflegegrad 4
    Der Betroffene ist mit schwersten Beeinträchtigungen belastet.
     
  • Pflegegrad 5
    Es liegen schwerste Beeinträchtigungen vor, welche besondere Anforderungen an die pflegerische Versorgung stellen.

Wo beantrage ich einen Hausnotruf?

Sie können die Einrichtung eines Hausnotrufs folgendermaßen beantragen:

  • Sie wenden sich direkt an Ihre Kranken- und bzw. Pflegekasse.
  • Sie wenden sich an einen Hausnotruf-Anbieter.

Welche Hausnotrufanbieter gibt es?

Ein Hausnotruf wird unter anderem von folgenden Einrichtungen angeboten:

  • Arbeiter-Samariter-Bund (ASB Hausnotruf)
  • Deutsches Rotes Kreuz (Hausnotruf des DRK)
  • Malteser Hausnotruf
  • Hausnotruf der Caritas
  • Johanniter Hausnotruf
  • Hausnotruf der Arbeiterwohlfahrt(AWO)
  • Hausnotruf der Diakonie

Wer trägt die Kosten für die Einrichtung eines Hausnotrufs?

Wenn Sie zu dem Personenkreis gehören, der über einen anerkannten Pflegegrad verfügt, haben Sie unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse. Für eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse müssten Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssten eine Pflegebedürftigkeit nachweisen können.
  • Als Betroffener leben Sie überwiegend allein zu Hause.
  • Wenn bei Ihnen eine Notsituation eintritt, sind Sie selbst nicht in der Lage, eigenständig einen Notruf über ein normales Telefon zu tätigen.

Welche Vorteile bringt die Einrichtung eines Hausnotrufs?

Ein Hausnotruf hat sowohl für die betroffenen Senioren als auch für deren Angehörige folgende Vorteile:

  • Wenn Senioren sich ein Hausnotrufsystem zulegen, hilft ihnen das im Alter ihre Selbstständigkeit im eigenen Zuhause zu erhalten.
  • Nutzer von Hausnotrufen entlasten damit spürbar auch ihre Angehörigen. Bei eintretenden Notfällen sorgen gut ausgebildete Einsatzkräfte für schnelle Hilfe.
  • Hausnotrufe erhöhen für die betroffenen Senioren deren Sicherheitsbedürfnisse.
  • Hausnotrufe bieten bei Bedarf auch Zusatzleistungen an.

Fazit

Für die meisten Menschen kommt irgendwann einmal eine Zeit, in welcher er selbst nicht mehr in vollem Umfang in der Lage ist, für seine eigene Sicherheit zu sorgen. Dann ist es gut, wenn der betroffene Personenkreis sich die moderne und ausgereifte Technik des Hausnotrufs zunutze macht. Ergänzend kann noch die Dienstleistung eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch genommen werden.